Die Wieland-Stiftung - weiter unter neuer Leitung
Weiterhin erfolgreiche Arbeit unter neuer Leitung des Kuratoriums geplant2017 hat der Vorstand des DBW die „Wieland-Stiftung Diabetes im Alter“ als Treuhandstiftung der Diabetiker Baden-Württemberg e.V. gegründet, um den wichtigen Arbeitsbereich „Diabetes im Alter“ zu bündeln und zu intensivieren. In nun knapp 7 Jahren hat diese sich fest etabliert und ist dank intensiver Öffentlichkeitsarbeit inzwischen landesweit und auch bundesweit bekannt.
Die Stiftung hat als Vorreiter die Wichtigkeit des Themas „neue Technologien in der Pflege bei Menschen mit Diabetes“ erkannt und bearbeitet. Inzwischen gibt es dazu Arbeitsgruppen in der Fachgesellschaft DDG, bei der Industrie und zahlreiche Veröffentlichungen. Allerdings bestehen trotz großer Vorteile für Betroffene und Pflegepersonen nach wie vor erhebliche Defizite. Einerseits machen große finanzielle Probleme innerhalb der Pflege Schulungsmaßnahmen des Personals schwierig. Und es gibt innerhalb der Pflege sehr unterschiedliche Qualifikationen. Andererseits bestehen auch Anwendungsbarrieren bei den Hausärztinnen und Hausärzten: Sie sind die Entscheider und Verordner und kennen nur zum Teil die Chancen und Möglichkeiten der neuen Technologien. Auch ist die Stellung der Sensortechnologie gegenüber der blutigen Messung juristisch ungeklärt. Und es führt die rasante technische Entwicklung zu Unsicherheiten der Handhabung und bei der Technik.
In einem 2020 begonnenen Projekt schulten wir mit einem Team von anfangs 25 erfahrenen Diabetesberaterinnen Pflegeschulen, Sozialstationen und stationären Pflegeeinrichtungen in der Anwendung und zum Nutzen von CGM (kontinuierliche Glukose-Messungen). Dabei konnten wir trotz Pandemie eine größere Zahl von Schulungen durchführen. Die dabei gemachten Erfahrungen passten wir an die unterschiedliche Situation und speziellen Bedürfnisse in den Schulen und Pflege-Einrichtungen an.
Wir haben am Weltdiabetestag und im Fachbeirat des Sozialministeriums auf die besondere Situation und die Probleme von Menschen mit Diabetes im Alter hingewiesen und um Verständnis und Unterstützung geworben.
Geplant ist ein neues Projekt eines Besuchsdienstes durch Diabetes-Guides bei Betroffenen in der Pflege im Sinne einer aufsuchenden Selbsthilfe.
Die Stiftung ist klein, nur gering mit Kapital ausgestattet und stützt sich ausschließlich aufs Ehrenamt. So sind größere Projekte nicht möglich. Glücklicherweise konnte bisher die Arbeit der Stiftung praktisch ausschließlich durch Spenden finanziert werden, und das gesamte Stiftungskapital blieb nahezu erhalten, dies trotz laufender Aufwendungen für die Administration, Homepage, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr.
Der bisherige Kuratoriumsvorsitzende Dr. Albrecht Dapp hat bei der satzungsgemäßen Neuwahl zum Kuratorium der Stiftung nicht mehr kandidiert. Das neu gewählte Kuratorium entscheidet nun neu über seine Aufgabenverteilung und über seine Arbeitsgebiete.
Dr. Albrecht Dapp
ehemaliger Kuratoriumsvorsitzender